Testverfahren Rickettsien

Ab sofort bei ArminLabs verfügbar: Rickettsien EliSpot mit Rickettsia helvetica
Rickettsien sind gramnegative, polymorphe, stäbchenförmige Bakterien. Ihr Überleben ist von eukaryotischen Wirtszellen abhängig. Aufgrund dieser Abhängigkeit werden sie auch oft als obligate intrazelluläre Parasiten bezeichnet.
Die zwei wichtigsten biologischen Gruppen innerhalb der Gattung Rickettsia sind die Zeckenbissfiebergruppe und Fleckfiebergruppe. Zu den in der westlichen Hemisphäre auftretenden Erkrankungen gehören das Rocky- Mountain- oder Felsengebirgsfleckfieber und die Rickettsienpocken.
In Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich und Kroatien ist die immer häufiger vorkommende Dermacentor/ Auwaldzecke ein möglicher Übeträger von Rickettsien, insbesondere Rickettsia helvetica.
Laut Prof. Sievers kann Rickettsia helvetica unklares Fieber, Sarkoidose und Herzbeschwerden hervorrufen [https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/15/1/08-0815_article]. Je nach Region können etwa 10% der Zecken Rickettsia helvetica in sich tragen.
Bislang gab es keine Routinelabortestungen für den Nachweis von Rickettsia helvetica im Menschen. Der Nachweis auf Rickettsia helvetica und weitere Rickettsia species ist erstmals durch den Rickettsien EliSpot verfügbar.
Der Rickettsien EliSpot enthält unter anderem folgende Rickettsia species in einem Testansatz:
• Rickettsia helvetica
• Rickettsia conorii
• Rickettsia rickettsii
Der EliSpot ist ein einzelzellbasiertes Testverfahren und misst direkt die Anzahl der aktivierten T-Zellen aufgrund ihrer Zytokinausschüttung. Daher stellt der Elispot eine hoch spezifische Methode mit einer hohen Sensitivität dar und wird seit langem in der Impfstoffentwicklung als Goldstandard eingesetzt. Weitere Anwendung findet er mit der Überwachung des Immunstatus nach Transplantation, Verlaufskontrollen der Immunreaktionen in Folge von Immunisierungen, Desensibilisierungen, chronischen Infektionen und Tumorerkrankungen.
• Der EliSpot spiegelt die aktuelle Aktivität des Erregers sowohl bei chronischen als auch akuten Infektionen mit Rickettsia sp. wieder
• Der EliSpot ist hochsensitiv und kann bereits eine einzige auf Rickettsia sp. reagierende T-Zelle detektieren
• Mit Nachweisgrenzen von bis zu einer Zelle in 100.000 ist der EliSpot eines der empfindlichsten verfügbaren zellulären Testverfahren
• Der EliSpot ist zwischen 20- und 200-mal sensitiver als ein gewöhnlicher ELISA-Antikörpertest
• Der EliSpot ist damit ähnlich sensitiv wie ein RT-PCR-Test (Real Time PCR), aber er weist das Erreger-Protein anstelle der mRNA (engl. messenger-RNA, Boten-RNA) nach
• Der EliSpot kann bei der Überwachung von Therapien hilfreich sein. Er sollte für gewöhnlich 4 bis 8 Wochen nach dem Ende einer effektiven Therapie negativ ausfallen

Download
Rickettsien EliSpot deutsch 0519-1.pdf
Adobe Acrobat Dokument 104.2 KB