Bornavirus - Forschung

Aktuelle und ältere Publikationen und Studien

Die wichtigsten Studien und Publikationen können Sie unter download Studien als pdf herunterladen!

Auf dieser Seite sind die externen Links vermerkt!

 

Aktuell siehe die Stellungnahme auf der  Page der Vereinigung deutscher Wissenschaftler: https://vdw-ev.de/wp-content/uploads/2018/05/Stellungnahme-Todesf%C3%A4lle-Bornavirus_VDW_Bode_Ludwig.pdf

 

9.11.16:  BMC Psychiatrie: Primary psychosis and Borna disease virus infection in Lithuania: a case control study

Diese Studie zeigt die hohe Ansteckungsrate auf bei Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal, die bornavirusinfizierte Menschen behandeln! Aufgeführte Symptome: virale Enzephalitis, CFS, MS, Parkinson, Guillein-Barré-Syndrom. Infizierte Hosts entwickeln ein breites Spektrum an neurologischen Störungen, die von Autoimmunerkrankungen bis zu Verhaltensänderungen ohne Entzündungen reichen, wie sie bei Symptomen bei Menschen mit neuropsychiatrischen Krankheiten beobachtet werden.
Insbesondere auch die nahen Verwandten, Familienmitglieder und die in psychischen und psychiatrischen Gesundheitseinrichtungen tätigen Menschen haben ein erhöhtes Risiko im Vergleich zu nicht verwandten Personen an BDV zu erkranken!

Health care professionals at risk of infection with Borna disease virus – evidence from a large hospital in China (Chongqing): http://www.virologyj.com/content/12/1/39

 

9.7.2015: Bornavirus VSBV-1 infiziert Menschen - nächster Verwandter zum Bornavirus-Pferd

Zitat: Dr. Bernd Hoffmann vom FLI erklärt: „Die Metagenomanalyse, bei der das gesamte Erbgut mitsamt aller Mikroorganismen analysiert wird, identifizierte einige wenige Sequenzfragmente eines bisher unbekannten Bornavirus, dessen Existenz durch weitere molekularbiologische, histologische und serologische Untersuchungen bestätigt wurde.“

Dr. Dennis Tappe vom BNITM bemerkt: „Das neue Virus unterscheidet sich genetisch deutlich von den bisher bekannten Bornaviren. Mit den Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Vertreter aus der Familie der Bornaviren auch Menschen infizieren können.“

Durch den Einsatz der modernen Tiefensequenzierung des Erbgutes gelang den Wissenschaftlern nach Aussage des Seniorautors der Studie, Prof. Dr. Martin Beer, auch die Einordnung in die Systematik bisher bekannter Bornaviren. Demnach entwickelte sich der neue Vertreter höchstwahrscheinlich innerhalb der Säugetierlinie der Bornaviren und bildet den nächsten Verwandten zum Bornavirus der Pferde.
Quelle: https://www.fli.de/de/presse/pressemitteilungen/presse-einzelansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=707&cHash=a5712ba517b41391bcaee4c99d60a85b

siehe auch: https://www.zoonosen.net/News/articleType/ArticleView/articleId/1815.aspx

 

20.2.15: Bornavirus (VSBV-1)jetzt auch bei einem Bunthörnchen gefunden!
Zusammenhänge mit an einer tödlichen Hirnhautentzündung bei drei gestorbenen Züchtern!

http://www.bnitm.de/aktuelles/mitteilungen/797-neues-bornavirus-bei-bunthoernchen-entdeckt-moeglicher-zusammenhang-mit-infektionen-bei-menschen/

Symptome des Virus sind Fieber, Schüttelfrost, und niedriger Energieverbrauch, so die Studie. Die Symptome der Enzephalitis sind Schwerfälligkeit, ein unsicherer Gang, Verwirrtheit, Desorientiertheit, Schläfrigkeit, Reizbarkeit, Lichtempfindlichkeit, Nackensteifigkeit und Erbrechen nach der US Nationalen Institut für Neurologische Erkrankungen und Schlaganfall. Quellen: http://consumer.healthday.com/cognitive-health-information-26/brain-health-news-80/exotic-squirrels-transmit-deadly-virus-to-breeders-study-finds-701144.html

Sequenziert wurde das neu entdeckte Bunthörnchen-Bornavirus vom FLI mit einem PCR-Test. Publiziert wird es in allen größeren Medien.

Menschen mit ungeklärter Enzephalitis können für das Virus am Bernhard-Nocht-Institut getestet werden!

 

18.3.15: Neue Studie aus einem großen chinesischen Klinikum beweist große Ansteckungsgefahr von humanen Bornaviren:

Die Studie untersuchte das Infektionsrisiko in der 0Gesundheitsfürsorge im Krankenhaus von Chongqing Medical University (CQMU), in der Innenstadt Chongqing - einer Millionenstadt im Südwesten von China. Zwischen Februar 2012 und März 2013, waren1529 Teilnehmer an der Studie beteiligt, von denen 534 an einer ambulanten depressiven Störung (MDD) litten, 615 waren Krankenhauspersonal und 380 waren gesunde Kontrollpersonen, die sich einem Gesundheits-Check unterzogen. Die Infektion wurde durch BDV-spezifischen zirkulierenden Immunkomplexen (CIC), RNA und selektiven Antikörper (Blut) bestimmt.

Ergebnisse

Ein Fünftel des Krankenhauspersonals (21,8%) wurde infiziert (CIC positiv) mit der höchsten Prävalenz unter Psychiatrie- und Onkologie Personal. Das waren doppelt so viele wie in der Kontrollgruppe (11,1%) festgestellt wurde und übersteigt die in MDD-Patienten (18,2%) festgestellte Prävalenz.

Lt. der neuen chinesischen Studie sind die wahrscheinlichen Quellen in der Ansteckung unter Menschen in Bindehautsekret, Speichel und Blut zu finden. Familienmitglieder und in psychischen und psychiatrischen Gesundheitseinrichtungen tätigen Personen haben ein entschieden höheres BDV-Risiko als andere nicht verwandte Personen!

Studiehttp://www.virologyj.com/content/12/1/39

 


Extrakt des Papers von Dan Li et al., in PLOS ONE, Juni - http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0066623

25.6.13: Das neurotrope Borna Disease Virus ruft bei zahlreichen Warmblütern Veränderungen des Normalverhaltens hervor und ist beim Menschen an psychiatrischen Störungen beteiligt. In vivo infiziert dieses Virus neben Neuronen auch Oligodendrozyten, Zellen mit glialen Elementen, die eine zentrale Rolle im neuronalen Funktionskreis spielen. 

Es wurden ein vom Menschen mit bipolar-depressiver Störung isolierter wild-typ Stamm (HU-H1), sowie ein durch mehrere Tier- und verschiedene Zellspezies passagierter Labor-Stamm (Stamm V; 1927 von Zwick aus einem erkrankten Pferd isoliert) in humanen Oligodendrozyten (OL Zellen) auf ihre metabolischen Eigenschaften verglichen.

Letzterer unterscheidet sich genetisch vom Humanstamm. HU-H1 hemmt die zelluläre Proliferation und fördert die Apoptose von Zellen, während durch Stamm V die Proliferation angeregt und die Apoptose signifikant gehemmt werden. Durch dieses gegenteilige Verhalten wird die Authentizität beider Isolate unterstützt und die Existenz des humanen Bornavirus bestätigt.


8.9.10: Sehr gute Zusammenfassung über den ganzen Bornavirus-Komplex:

Borna disease virus (BDV) circulating immunocomplex positivity in addicted patients in the Czech Republic: a prospective cohort analysis: http://www.biomedcentral.com/1471-244X/10/70/
recht gute deutsche Übersetzung

 

Borna Disease Virus - natürliche Infektion und Krankheit bei Tier und Mensch, Wissensstand und Neubewertung von Diagnostik, Pathogenese und Epidemiologie unter Einbeziehung eigener Studien- Habilitationsschrift - Dr. rer. nat. Liv Bode: http://library.vetmed.fu-berlin.de/resources/global/contents/2654808/bode_habil.pdf


Case report (englisch) - presented von einem anonymen amerikanischen Patienten * sehr umfangreich uns sehr präzise, gehörte zum Programm des internationalen Bornakongresses in Berlin 2006   The_History_and_Treatment_of_a_Bipolar_Patient.pdf

 

Response to the Letter to the Editor by Wolff et al. (2006) - Journal of Clinical Virology 36 (2006) 312–313: Presence of Borna disease virus (BDV)-specific structural components in human blood plasma

Human Genome is Part Bornavirus - By Tina Hesman Saey, Science News, January 7, 2010:
http://www.wired.com/wiredscience/2010/01/bornavirus-in-human-dna/

 

Fallbericht Psychopraxis Vlume 14, Nr. 3 - Bipolare Störung und Bornavirus-Infektion -

Die erste antivirale Therapie einer affektiven Erkrankung mit bestehender BDV-Infektionvon Prof. Detlef E. Dietrich, zur Zeit ärtzlicher Direktor der Burghof Klinik Rinteln

Dr. med. Detlef Dietrich: Chance für die Therapie von Zwangserkrankungen durch Behandlung einer Bornavirus-Infektion. Zwang aktuell 2000; 2: 7 und The World Journal of Biological Psychiatry 2001; Vol. 2, Suppl. 1: 154.
Schon in den 80er Jahren wurde ein Zusammenhang zwischen einer Infektion mit Bornaviren und neuropsychiatrischen Erkrankungen vermutet. Wie Dr. Detlef Dietrich vor Jahren in der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen e.V. Zwang aktuell, berichtet, bot seinerzeit die Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der medizinischen Hochschule Hannover Zwangspatienten an, sich untersuchen und beraten zu lassen. - Menschen mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen sind auffallend häufig mit Bornaviren infiziert. Dies trifft zu für Menschen mit schweren Depressionen, chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS) und Multipler Sklerose sowie für Menschen, die an einer Zwangsstörung leiden. Ein Zusammenhang zwischen einer Bornavirus-Infektion und dem Auftreten von Zwangserkrankungen erscheint vor allem deshalb möglich, weil sich Bornaviren insbesondere im so genannten limbischen System des Gehirns anreichern. Das heißt, die Viren befinden sich vorwiegend in dem Bereich des Gehirns, der für die Stimmungslage und Erinnerungen zuständig ist.

Für weitere Forschungsergebnisse und Publikationen wenden Sie sich bitte an Prof. Hanns Ludwig, Berlin - Kontaktadresse finden Sie in der Broschüre und auf der Seite Testverfahren.

 

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Bornavirusfamilie_nejmoa1415627_f2.jpeg, copyright Bode
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