D-Ribose

Die Hauptaufgabe der Mitochondrien ist die Produktion von Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat); dies geschieht über die Atmungskette. Die Atmungskette besteht aus einer Reihe von Enzymen, welche in der inneren Mitochondrienmembran liegen.

 

Ribose ist ein DNA-Baustein und das Energie-Depot der Zellen.

Die Ausdrücke DNA und RNA (früher DNS und RNS) hat jeder schon einmal gehört. In der DNA sind die Erbinformationen gespeichert und die RNA gewährleistet die Ausführung dieser Informationen nach dem genetischen Plan, also das Konzept der Proteinsynthese. Hinter den beiden Abkürzungen verbergen sich die Worte Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure. Das “Ribo” in beiden Fachausdrücken steht dabei für Ribose.

Damit ist Ribose einer der Grundbausteine, aus denen unsere Erbinformation besteht und übermittelt wird.

Als Nahrungsergänzungsmittel ist Ribose in Europa weithin unbekannt. In den USA wird es hingegen öfter eingenommen. Die Forschung zu Wirkungen von zusätzlich eingenommener Ribose befindet sich insgesamt noch am Anfang. Es gibt erste Hinweise, dass Ribose leistungssteigernd und gegen Müdigkeitserscheinungen wirken könnte.

Eine dänische Studie bestätigt ATP-Wiederherstellung durch Ribose.
Hinter dem zellulären Energieschub durch Ribose steckt maßgeblich die bereits erwähnte energiereiche Bindung ATP. Hier kommen drei Phosphatgruppen zu der Ribose-Verbindung hinzu. Aufgrund enzymatischer Aktivität wird eines dieser Phosphate abgespalten, was die Bildung von ADP zur Folge hat. Diese Aufspaltung verbraucht etwas Energie.

Aus ADP wird wieder ATP – wenn die Sauerstoffversorgung stimmt

Im idealen Falle ist dies ein Kreislaufsystem. Bei guter Versorgung mit Sauerstoff findet das Phosphat schnell wieder seinen Weg zum verbliebenen ADP. Somit kann das ATP wiederhergestellt werden.
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Zitat aus https://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffe/lexikon/weitere-biosubstanzen/d-ribose.html

D-Ribose (oft auch synonym mit Ribose genannt) ist eine Zuckerart (ein Monosaccharid mit fünf Kohlenstoff-Atomen, also eine Pentose), die überall in unserem Körper sowie in allen pflanzlichen und tierischen Zellen vorkommt.
D-Ribose ist unter anderem notwendig für die Bildung von Adenosintriphosphat. Dieses Molekül, auch kurz ATP genannt, ist der wichtigste Treibstoff für die Energie, die alle Zellen in unserem Körper benötigen. Für den gesamten Stoffwechsel wird ATP benötigt: ATP ist der wichtigste Energielieferant des Stoffwechsels und ein natürliches Substrat in Herz-, Muskel- und Nervenzellen. Beim Verbrauch von ATP zerfällt das Molekül, zum Wiederaufbau ist unter anderen D-Ribose nötig. Der akut verfügbare Vorrat an ATP ist relativ klein und der die ATP-Synthese (der Wiederaufbau von ATP) verläuft langsam.

Während Bizeps, Trizeps und Co. auch mal ausruhen dürfen, zum Beispiel nachts, braucht das Herz pausenlos Energie, also ATP. Nachdem 1978 entdeckt wurde, dass das Herz die D-Ribose auf die gleiche Weise zur Energiegewinnung nutzt wie die Skelettmuskulatur, untersuchten zahlreiche Kardiologen den möglichen Einsatz von D-Ribose in der Behandlung von Herzerkrankungen. Eindeutige Ergebnisse erzielte beispielsweise 1992 ein klinischer Versuch am Klinikum Großhadern: Von 20 Herzinfarktpatienten und solchen, deren Herzmuskel wegen Gefäßverengung schlecht durchblutet war, bekam die eine Hälfte D-Ribose (vier Mal täglich je 15 Gramm in Wasser gelöst), die andere ein Placebo (Traubenzucker-Wasser). Bei allen Patienten, die D-Ribose geschluckt hatten, stieg die Herzleistung deutlich an, die ATP-Produktion beschleunigte sich um das Zehnfache.

Weitere Erkrankungen, bei denen der Einsatz von D-Ribose untersucht wird:

  • COPD: Eine Studie aus dem Jahr 2007 ermittelte, dass D-Ribose bei einem COPD-Patienten die Lungen- und Herzfunktion signifikant verbesserte.
  • Fibromyalgie und CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom): Auf diesem Gebiet ist die Forschung mit D-Ribose erst wenige Jahre alt. Allerdings berichten Ärzte und Patienten von sehr positiven Behandlungsergebnissen (die Dosisbereiche liegen hier zwischen 10 und 20 g am Tag).
  • MAD-Mangel: D-Ribose lindert die Beschwerden bei Patienten mit dem Enzymdefekt Myoadenylate-Deaminase-Mangel.