Augenprobleme aufgrund chronischer Infektionen

Viele Borreliose-Betroffene klagen über Sehstörungen der verschiedenen Art. Sehr oft hört man "schwarze Fusel oder Mücken sehen", auch genannt „Mouches volantes“ oder auch Schleier oder Wolken beim Sehen. Weiter über Augenentzündungen, Sehnervproblemen und andere Probleme. Schnell wird das dann mit Borrelien in Verbindung gebracht, wenn die Betroffenen erst einmal darauf positiv getestet wurden. Nur sind diese Probleme vielschichtiger als gedacht.

 

Da wir wissen aus Erfahrungswerten, dass eine chronische Borreliose in vielen Fällen zusammen mit Bornaviren auftritt - die aber leider zu selten getestet werden - sollte also bei Entzündungen des Sehnervs und einer Retinopathie zuerst an das Bornavirus gedacht werden!

 

Neben harmlosen Erklärungen wie auf dieser Seite beschrieben  http://www.apotheken-umschau.de/augen/sehstoerungen können sehr oft andere Erreger dafür ursächlich zuständig sein. Daher ist die genaue Untersuchung bei einem Augenfacharzt unerlässlich.

Wenn der bei einer gründlichen Untersuchung nichts findet, sollte man sich weiter testen lassen auf die untenaufgeführten Erreger - was immer sinnvoll ist, denn chronisch Borreliosebetroffene haben sowieso immer multiple Infektionen.

Adenoviren

Abstract Prof. Dr. Hauke F. Krey anläßlich eines Kongresses in 2008 "Chronische Infektionen"über Chronische infektiöse Erkrankungen am vorderen Augenabschnitt

Häufigste Ursache entzündlicher Erscheinungen (Bindehautentzündung) ist die virale Infektion. Diese Erkrankungen beeinträchtigen Bindehaut, Drüsensystem und Hornhaut.

Erreger sind Viren aus der Gruppe der Adenoviren, die die Tränenbildung zerstören. Es gibt sowohl akute als auch chronische Verläufe dieser Erkrankung.

Von besonderer Bedeutung sind die akuten und speziell die chronischen Entzündungserkrankungen durch das Herpes Simplex Virus.

Diese zerstören die Funktion der Drüsensekrete und des Tränenfilms und schädigen zuerst die Bindehaut und schließlich auch die Hornhaut wo sie mit Narbenbildung Sehstörungen verursachen.

Prof. Krey setzt sich mit der Problematik der Chronischen Verlaufsformen einer Primär Infektion mit Herpes Simplex auseinander und schildert die möglichen Therapieaussichten. Weitere Infos dazu http://www.medizin.de/ratgeber/keratokonjunktivitis-epidemica.html

Bornaviren

Das Bornavirus wandert bekanntlich in Nervenfasern (Axiomen) durch den Körper und auch ins Gehirn.

Bei der Eintrittspforte am Riechkolben gelangt das Virus auf direktem Weg ins limbische System. Dort befindet sich eine bevorzugte Stelle im Gehirn, wo das Bornavirus sich vermehrt in den verschiedenen Neuronenschichten, vor allem aber im Hippocampus einnistet.

Dieses läßt sich nachweisen mit Bornavirus-spezifischem Eiweiß in immun-dispologischen Schnitten.

Von hier aus wandert das Bornavirusmaterial zentrifugal in die Peripherie des Körpers, wiederum über die Nervenfasern.

Hier gelangt das Bornavirus auch über das Chiasma Opticum in den Sehnerv (nervus optikus) und von hier in die Netzhaut. Aus experimentellen Untersuchungen an Kaninchen, Ratten und Rhesusaffen ist bekannt, dass das Bornavirus eine Nervenschädigung in der Retina verursachen kann.

Entzündungserscheinungen aufgrund von Bornavirusinfektionen können außerdem zu fibrinösen Ablagerungen im Innenaugenbereich führen. Wenn das Bornavirus über den nervus opticus in die Netzhaut gelangt, kann es zu einer Überreizung der Stäbchen im Auge kommen. Diese Ereignisse hängen sehr wahrscheinlich mit dem klinischen Syndrom zusammen. Siehe dazu unsere Page www.bornavirusinfektion.de

 

Multifokale Retinopathie:

Ein multifokales Auftreten und eine bevorzugte Lage im hinteren Pol des Fundus im menschliche Auge veranschaulichen die klinische Manifestation einiger retinaler Pigment Epitheliopathies. Immune Prozesse oder Virusinfektionen sind hier pathogenetisch von Bedeutung. Im Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom sind encephalitischen Läsionen nachweisbar im Gehirn als auch in der Netzhaut. Bis jetzt sind keine Augen mit akutem Pigment-epithelitis oder akute multifokale placoid Pigment-epithliopathy sowie Vogt-Harada-Syndrom histologisch untersucht worden. In Studien der experimentellen Borna Disease bei Kaninchen und Rhesusaffen ergaben sich encephalitischen Läsionen und eine hoch reproduzierbare multifokale Retinopathie bevorzugt im hinteren Pol des Auges.

Alle näheren Informationen finden Sie im Abstract von Prof. Krey, Klinikum Augsburg anläßlich des Bornavirus-Kongresses in Berlin 2008, Journal Compilation copyright 2008 APMIS, ISSN 0903-4641

Studie in englisch: Pages of Pages of APMIS_suppl124_2008_1.pdf

- aufzurufen in unserem Forum für Mitglieder:

http://www.chronische-infektion.de/viewtopic.php?f=13&t=935&sid=f9a299569ba4c0eec33bb586d7d8fa8d

 

Borrelien
Die Neuroborreliose kann auch das Auge ernsthaft in Mitleidenschaft ziehen. „In einem späteren Stadium der Infektion entwickelt sich bei ca. 5 Prozent der infizierten Menschen eine sogenannte Neuroborreliose“, sagt Augenarzt Dr. Thomas Neß, Oberarzt an der Universitäts-Augenklinik Freiburg. „Typisch für diese fortgeschrittene Borreliose sind Ausfälle einzelner Hirnnerven, z.B. mit Lähmung des Gesichtsnervs, der es uns unter anderem ermöglicht, die Augenlider zu schließen.“ weiterlesen auf http://www.augeninfo.de/presse/0704bor.pdf

Herpesviren

Das Herpesvirus kann 4 Strukturen des Auges befallen:

Lider: Befall der Lidhaut durch Bildung von Bläschen analog dem Lippenherpes Bindehaut Die Entzündung der Bindehaut ist selten und heilt meist spontan wieder ab.

Hornhaut:

Der Hornhautbefall ist der weitaus häufigste Ort der Erkrankung des Auges am Herpesvirus. Welche Sichten der Hornhaut befallen werden und wie die einzelnen Krankheitsbilder verlaufen, wird im nächsten Abschnitt erklärt.

Aderhaut:

Der Befall der zwischen Augapfelwand und der lichtempfindlichen Netz-Haut gelegenen Aderhaut, die für die Ernährung der Netzhaut wichtig ist, Kommt selten vor, hat aber wegen der Gefahr der Erblindung die schwer-

wiegendsten Konsequenzen.

Das Herpesvirus befällt in der Regel nur ein Auge; eine Erkrankung des Partnerauges ist aber nicht ausgeschlossen.

Weiterlesen unter http://www.augenaerzte-thun.ch/pdf/patienteninfo/herpes_und_auge.pdf

Leptospiren - Zoonose

Leptospiren (gramneg. Bakterien) werden normalerweise von kleinen Nagern übertragen ( über Kot/ Harn in Heu, Stroh etc.). Oft liegt die Infektion schon eine längere Zeit ( oftmals Jahre) zurück bevor es zu einem ersten Uveitis Schub kommt. Man nimmt an, dass die Bakterien im Auge sich "maskieren" und so geschützt vor dem Immunsystem überleben können. Die immunolog. Situation im Auge verändert sich und irgendwann kippt dann das ganze, die immunsuppressiven Abläufe im Auge werden den Bakterien/ der Entzündung nicht mehr her. Sobald die Blut-Augen-Schranke zusammengebrochen ist, laufen Autoimmunreaktionen ab.

weitere Informationen auf http://www.medizinfo.de/infektionen/bakterien/leptospirose.shtml