Plasmodien - Malaria

Der wichtigste Einzeller, Plasmodium falciparum, ist als Auslöser der tödlichen Malaria tropica der bedeutungsvollste Erreger der Krankheit, der durch Stechmücken der Gattung Anopheles weiterverbreitet wird.

Das Plasmodium malariae ist ein Einzeller und Verursacher der Krankheit Malaria quartana, eine relativ harmlos verlaufende Form der Malaria. Eine lebensgefährliche Bedrohung besteht bei Menschen mit gutem Immunsystem nicht.

Durch den Stich einer infizierten Anopheles Stechmücke befällt der Parasit den Menschen. Der indirekte Lebenszyklus verläuft folglich durch eine ungeschlechtliche Fortpflanzung in der Leber und den roten Blutkörperchen des, durch den Speichel der Mücke befallenen, Menschen.

Die verschiedenen Arten der Malaria

Malaria zählt zu den meldepflichtigen Krankheiten. Nach dem international geltenden Diagnosecodiersystem (ICD) unterscheidet man fünf Arten von Malaria

  • Malaria tropica
  • Malaria tertiana
  • Malaria quartana

Die Malaria tropica ist die gefährlichste Malaria Art und leider auch die, welche am weitesten verbreitet ist. Mehr als 70 Prozent aller registrierten Malariapatienten sind mit der schwer verlaufenden und potenziell tödlichen Malaria tropica infiziert.

Die Fieberschübe, welche bei Malaria so typisch sind, verlaufen bei der Malaria tropica im atypischen Rhythmus, oftmals sind keine Pausen dazwischen. Bei einer Beteiligung der wichtigsten inneren Organe kommt es nicht selten zum Koma mit Todesfolge wegen Organversagen.

Die Malaria tertiana ist gekennzeichnet durch die drei Phasen Frost, Hitze, Schweiß, die der Kranke immer wiederkehrend durchleidet. Der Verlauf ist weniger gefährlich und dennoch belastend.

Die Malaria quartana zeigt einen ähnlich rhythmischen Verlauf, der sich alle drei bis vier Tage wiederholt. Mit schweren Komplikationen oder Folgeschäden ist im Normalfall nicht zu rechnen.
Malaria tertiana und quartana werden oft auch als gutartige Malaria bezeichnet, weil es nicht so oft zu Todesfällen kommt, wie bei der gefürchteten Malaria tropica.

Sie unterscheiden sich außerdem durch unterschiedliche Inkubationszeiten und durch die Schwere der möglichen Komplikationen.
Quelle: http://www.malariaprophylaxe.info/malaria-arten/uebersicht-malariaarten-die-verschiedenen-arten-der-malaria/

Bei uns in Deutschland treffen wir noch relativ häufig auf die Malaria quartana, insbesondere in Flussbetten oder früheren Sumpfgebieten. Hier bei uns in der Rheinebene erzählte ein Referent auf einen unserer Gesundheitstag, dass er bei den chronisch Borreliosekranken, die neu zu ihm kommen, zu allererst auf Plasmodien behandeln müsse, bevor er die Borrelien bekämpfen könne!

Im Normalfall beträgt die Die Inkubationszeit zwischen 16 und 50 Tagen und ist somit erheblich länger als bei den anderen Formen von Malaria.

weiter lesen: https://www.malaria.info/malaria/malaria-quartana/