Phytotherapie - Pflanzen mit antiviraler und antibakterieller Wirkung - Spagyrische Medizin - Mikronährstoffe

Adaptogene (Heilpflanzen nach TCM):

 

Da viele Erreger durch Stress geweckt werden und man diese allgemein eigentlich nur über ein gutes Immunsystem packen kann, rücken die Adaptogene als ein Mittel zum Immunaufbau und Immunstärkung bzw. zur Stressverminderung und -bewältigung ins Licht der Interesses. Mit Stress sind aber auch gemeint z.B. Impfungen oder Stress durch Schmerzen bei der Trigenumus-Neuralgie.Die einzelnen Adaptogene sollten nach Möglichkeit bei jedem individuell eingesetzt werden.

 

In der Phytotherapie, einem der ältesten Therapieverfahren überhaupt, werden Beschwerden mit Hilfe von Pflanzenwirkstoffen behandelt. Die Pflanzen werden eingesetzt als Frischpflanzen, als Drogen oder als Extrakte, die auch zu Tees, Kapseln, Tropfen oder Salben weiterverarbeitet werden können. Hinsichtlich der Wirksamkeit gibt es sowohl bei den einzelnen Pflanzen als auch bei den Präparaten große Unterschiede; generell haben pflanzliche Präparate jedoch ein breites Wirkungsspektrum und weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente.

 

 

Unter Phytotherapie (griech. phyton = Pflanze, therapeia = Pflege) oder Pflanzenheilkunde versteht man die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen. Auch Befindensstörungen wie beispielsweise Nervosität und Stress werden mit pflanzlichen Präparaten behandelt. Sonderformen davon, die sich über Jahrtausende entwickelt haben, sind ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Ayurvedischen Medizin in Indien. Die Phytotherapie ist wie die Homöopathie eine spezielle Therapierichtung, die neben naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäben auch vorhandenes Erfahrungsmaterial heranzieht. Man unterscheidet die rationale oder allopathische Phytotherapie, die auf der naturwissenschaftlich begründeten Medizin basiert, und die traditionelle Phytotherapie, die sich aus der Volksheilkunde entwickelt hat. Erstere erhebt den Anspruch, kausal und symptomatisch der Krankheit entgegenzuwirken, während die Tradition sich auf überlieferte Erfahrungen stützt.

 

Anders als in der Homöopathie lässt sich die Wirkungsweise der Phytopharmaka innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbildes erklären. Ein wichtiger Unterschied diesbezüglich ist die Dosis-Wirkungsbeziehung: je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhält.
aus Medicine-Worldwide http://www.onmeda.de/

 

Artemesia annua

Borreliosefachärzte geben ihren Patienten bei Borreliose immer auch Artemesia annua -  es öffnet die Zellen, wo die Borrelien drinstecken und wo dann kein AB und andere Medis dran kommen. Nach der Einnahme von Artemesia annua funktioniert das dann. Es gibt den einjährigen Beifuß frei im Handel zu kaufen, dort meisten nur in geringen Dosierungen von 10 und 40 mg, in den Apotheken gibts den aber auch mit 600 mg.

Er ist aber nicht nur gegen Borrelien zu nutzen, sondern natürlich hautpsächlich auch gegen Malaria und auch gegen Krebs!

Bei folgenden Krankheiten kann Artemisia annua eine vorbeugende oder heilende Wirkung haben:

  • Virale Infektionen
  • Bakterielle Infektionen
  • Diverse Arten von Krebs
  • Aphten
  • Herpex Simplex (Fieberbläschen)
  • Malaria
  • Entzündungen
  • AIDS
  • Fieber / Grippe

 Umfassende Infos finden Sie z.B. hier:
https://www.vitalstoffmedizin.ch/index.php/de/wirkstoffe/artemisia

 

Katzenkralle - Cat's Claw - das Heilkraut

 

Cat`s Claw (Uncaria tomentosa) bei Borreliose:

Es ist die innere Rinde eines dornigen Weingewächses, das an die Krallen einer Katze erinnert, Katzenkralle (offizieller Name: Uncaria tomentosa), wurde traditionell vom Aschaninka Stamm gegen Arthritis, Gastritis, Athrose, Krebs und andere Krankheiten verwendet. Forschungen und klinische Studien aus der ganzen Welt zeigen auf, dass Katzenkralle in hohem Maße anti-oxidierend, anti-viral, anti-karzinogen,entzündungshemmend und immunsteigernd sowie krebshemmend und antioxydativ wirkt, dass es eine ausgesprochene Heilwirkung auf das Verdauungssystem hat und bei  chronischer Müdigkeit Erleichterung verschafft.
Die enthaltenen Wirkstoffe tragen zur Stärkung des Immunsystems und zum Aufbau neuer gesunder Zellen bei. So wurde der Einfluss des Uncaria tomentosa auch 1992 auf dem Zürcher Aidskongress
vorgestellt. Auch in der Krebstherapie konnte eine Verkleinerung der Tumore festgestellt werden. Uncaria tomentosa erhöht die Granulozyten, Phagozyten und Makrophagen, Mikrofremdkörper,Bakterien, Parasiten, Zellwucherungen und deren Trümmer werden unschädlich gemacht. Eine Pflanze also, deren Einsatz insbesondere auch Borreliose und Cushing sinnvoll ist. Vorsicht aber bei der Produktwahl, man muss auf die Zusatzstoffe schauen, damit das Ganze nicht nach hinten losgeht und dadurch die Immunabwehr sogar blockiert wird.

 

Kardewurzel:

Die Karde gehört mit zur wirksamen Borreliosetherapie, allerdings braucht man sie schon als hochkonzentrierte Tinktur, wenn sie wirken soll. Der HP Storl schreibt dazu, dass aber noch einige Massnahmen dazu gehören, wie zum Beispiel eine Überhitzungstherapie wie Sauna, Schwitzbäder oder Behandlungen mit künstl. Fieber (siehe dazu Holopathie), weil die Borrelien die Hitze über 40 Grad nicht vertragen und dann absterben, also Karde allein bessert, aber bringts alleine auch nicht.

 

Kurkuma

Von den vielfältigen heilenden Eigenschaften des Gewürzes Kurkuma – beziehungsweise seines Inhaltsstoffs Curcumin – haben Sie wahrscheinlich schon einmal gehört. Aber wussten Sie, dass buchstäblich Tausende von veröffentlichten, expertenbegutachteten Studien aus vielen Jahren bestätigen, dass Kurkuma genauso oder sogar besser wirkt als mindestens 14 Medikamente, die zurzeit auf dem Markt sind?

Wie sich zeigt, können viele der häufigsten chronischen Krankheiten mit Kurkuma verhindert, behandelt und sogar geheilt werden – es lohnt sich also, genau hinzuschauen. Hier sind sieben Medikamente und Medikamentenklassen, die – wie wissenschaftlich belegt ist – durch Kurkuma ersetzt werden können:
 

Samento und Banderol

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cat´s Claw-Produkten enthält Samento keine tetrazyklischen oxindolen Alkaloide (TOA), die auf das Nervensystem einwirken und die therapeutische Wirkung beschränken. Samento hingegen verfügt ausschließlich über pentazyklische oxindole Alkaloide (POA), die das Zellimmunsystem beeinflussen und es in beeindruckendem Maß stärken.
Untersuchungen in Österreich zufolge verfügen herkömmliche Cat´s Claw-Produkte über einen ca. 80%igen TOA-Anteil. Bei Samento handelt es sich um ein garantiert TOA-freies Cat´s Claw-Produkt . Da jedoch bereits ein 1%iger TOA-Anteil als Immunsystem blockierende Wirkung bis zu 30% der immunfördernden POA-Effekte zunichte machen kann, wird nun klar, weshalb das Mittel bislang in extrem hohen Dosierungen von bis zu 20.000 mg täglich eingenommen werden musste, damit sich der gewünschte Effekt auf das Immunsystem einstellt. Und nur jeder Zehnte erfuhr eine deutliche Verbesserung seines Zustandes.

Die Studie von Prof. Sapi / Indien hat folgendes ausgesagt: Die Kombi aus Samento und Banderol in Verbinung mit anderen Maßnahmen (Entiftung, Mineraliensupplementierung) habe sogar besser abgeschnitten als z. B. eine Therapie mit Doxy! Samento soll einen ganz klaren antibiotischen Effekt haben.

 Studie in englisch: In Vitro Effectiveness of Samento and Banderol Herbal Extracts on the Different Morphological Forms of Borrelia Burgdorferi by Akshita Datar, Navroop Kaur, Seema Patel, David F. Luecke, and Eva Sapi, PhD
Townsend Letter, July 2010 , http://www.townsendletter.com/July2010/sapi0710.html

 

Link zu Banderol: http://www.nutramedix.ec/pdfs/banderol_germanflyer.pdf
Banderol ist ein Extract aus der Rinde von Otaba sp

 

Stevia

Borrelien mögen kein Stevia! Was man vorher schon öfters mal lesen konnte in Berichten, ist jetzt in den USA auch offizielle bestätigt worden in ersten Studien!

Um den Erfolg des Süßungsmittels Stevia offiziell bestätigen zu können, ist es zwar noch etwas zu früh, da weitere klinische Versuche und Studien abgehalten werden müssen. Laut dem amerikanischen Forscherteam sehen die Ergebnisse jedoch mehr als vielversprechend aus, dass flüssiges Stevia extrem wirksam im Kampf gegen die Lyme-Borreliose ist.

 

Takuna
gegen Viren, insbesondere Bornaviren, EBV und Toxoplasmose

weitere Adenovirus, Zytomegalie-Virus, Encephalitis Virus, Hepatitis Virus, Menschliche PapillomaViren (die Meisten), Grippe, Meningitis, Rhinovirus

 

Zistrose (Cistus incanus):

ist ein natürliches Virostatikum gegen Viren, siehe dazu https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26833261

Übersetzung: Neue therapeutische Optionen sind dringend erforderlich, um die globale Behandlung von Virusinfektionen zu verbessern. Pflanzliche Produkte mit bestätigten klinischen Sicherheitsmerkmalen sind attraktives Ausgangsmaterial für die Identifizierung neuer antiviraler Aktivitäten. Hier zeigen wir, dass Cistus incanus (Ci) pflanzliche Produkte in vitro humanen Immunschwächevirus (HIV) Infektionen hemmen. Ci-Extrakt hemmte klinische HIV-1 und HIV-2-Isolate und, was wichtig ist, ein Virusisolat mit mehreren Arzneimittelwiderständen, was eine breite Anti-HIV-Aktivität bestätigt. Die antivirale Aktivität war für Viruspartikel hochselektiv, was eine primäre Anlagerung des Virus an die Zelloberfläche und virale Hüllproteine vor der Bindung an Heparin verhindert. Die Bioassay-geführte Fraktionierung zeigte, dass der Ci-Extrakt zahlreiche antivirale Verbindungen enthält und daher eine relativ geringe Neigung zur Virusresistenz aufweist. Tatsächlich tauchten keine resistenten Viren während 24 Wochen der kontinuierlichen Ausbreitung des Virus in Gegenwart von Ci-Extrakten auf. Schließlich hemmten Ci-Extrakte auch die Infektion durch Viruspartikel, die mit Ebola- und Marburg-Virus-Hüllproteinen pseudotypisiert wurden, was darauf hinweist, dass die antivirale Aktivität von Ci-Extrakt sich auf aufkommende Viruspathogene erstreckt. Diese Ergebnisse zeigen, dass Ci-Extrakte eine starke und breite in vitro-antivirale Aktivität gegen Viren zeigen, die lebensbedrohliche Erkrankungen beim Menschen verursachen und vielversprechende Quellen von Mitteln sind, die auf Viruspartikel zielen.

 

Mit Pflanzenkraft gegen rheumatische Beschwerden

 

Arnikablüten, Paprika, Teufelskralle, Weidenrinde, Taigawurzel

 

 

Moringa oleifera, Moringapulver

 

Moringa oleifera wird in seiner Heimat, der Himalaya-Region, nicht ohne Grund der „Baum des Lebens“ genannt. Seine Besonderheit ist der extrem hohe Gehalt an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Neben essentiellen Aminosäuren wie Leucin und Arginin enthalten die Blätter des Baumes unter anderem die Vitamine A, B1, B2, Niacin, B6, Biotin, C, D, E, K sowie die Mineralstoffe Calcium, Kupfer, Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan und Zink. Praktisch konkurrenzlos ist auch der außergewöhnlich hohe ORAC-Wert* von über 50.000 µmol/100 g, welcher das antioxidative Potenzial ausdrückt.

 

Süßholzwurzelextrakt gegen Viren, für das Immunssystem

 

Wirksamer Bestandteil ist Glycyrrhizinsäure, der Handelsname ist "Stronger Neo-Minophagen". Die meisten kennen den Wirkstoff aus Lakritz. Das Mittel wird seit rund 20 Jahren in Japan zur Behandlung von Hepatis C mit sehr hohem Erfolg eingesetzt und ist in Deutschland nicht zugelassen (ist bei Import rezeptpflichtig).

 

Man beruft sich auf die angeblich zu starken Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Ödeme, die jedoch selbst in Höchstdosen kaum zu beobachten waren und sehr mild ausfielen.
Speziell bei den Patietenten, die auf die klassische Kombitherapie von Interferon mit Virusstatika nicht ansprechen, konnten selbst im Spätstadium von Leberschädigungen noch Heilungserfolge erzielt werden.
Eine Studie der Uni Hannover brachte sensationelle Erfolge, eine Studie der Uni Freiburg läuft!

 

Die G-Säure wirkt mild kortikoid aber hat scheinbar noch unentdeckte andere Fähigkeiten, die erst langsam erforscht werden. U. a. wirkt sie scheinbar stark spasmolytisch, wird in den asiatischen Ländern scheinbar auch erfolgreich bei Asthma eingesetzt, gleichzeitig antioxidativ und könnte DER nichtstreoidale Entzündungshemmer der Zukunft werden und ein hohes Spektrum an Autoimmunitätsreaktionen könnte damit behandelt werden, OHNE das gesamte IS lahm zu legen.

 

Das Immunsystem wird nicht blockiert, sondern es treibt die kranken Zellen in den programmierten Zelltod, lässt die gesunden aber in Ruhe. Zudem wirkt es nachweislich gegen VZV und HSV 1! Somit kann auf der Schiene eine Entlastung vorgenommen werden und auch die Leber kann entlastet werden. Signifikant ist ja, dass viele offensichtlich eine Ausprägung des HLA DQ 6 mit dem Autoimmunkomplex haben, der auch mit chronisch aktiver Hepatitis asssoziert ist.

 

 

Drachenblut - Sangre de Drago - Sangre de Grado - Croton lechleri

 

Das dunkelrote Harz wird aus den Früchten der in Afrika, Asien, Mittelamerika und Australien vorkommenden Palmenarten gewonnen. Die botanische Identität des Drachenblutbaumes war lange Zeit ungeklärt, heute versteht man darunter verschiedene Palmenarten von unterschiedlichen Pflanzenfamilien. Es ist auch unter den Namen Rotangharz, Palmdrachenblut oder indisches Zinnober bekannt.

Es ist stark entzündungshemmend und wird benutzt als Tropfen zum Einnehmen, als Salbengrundlage und zum Räuchern z.B gegen Pilzbefall. Es ist außerst vielseitig anzuwenden und wird begeistert gelobt bei allen möglichen Belastungen.

 

auch zu empfehlen: Tigergras oder Tigerkraut:

 https://www.paracelmed.com/de/wirkstofflexikon/detail.asp?id=732&tit=Tigergras%2FTigerkraut

 

 

Meisterwurz - Heilung aus den Alpen
Die Meisterwurz ist aus den Kräuterbüchern von heute verschwunden. Dabei gilt die Pflanze aus den Alpen als "Meisterin der Heilwurzen". Sie hilft bei Schwäche, Atemwegsproblemen und beim Entschlacken.

Große Heilkräfte
Es spricht nichts dagegen, dass exotische Heilpflanzen bei uns populär werden, doch sollten unsere traditionellen Heilpflanzen dabei nicht in Vergessenheit geraten. Zu ihnen zählt eben die Meisterwurz.
"Imperatoria ostruthium" wurde die Meisterwurz von den Botanikern des Mittelalters genannt, wohl um auf die großen Heilkräfte der Pflanze hinzuweisen.

"Kleine Fichte"
Ostruthium ist vermutlich abgeleitet von Astrantia, Astrenzen, wie die Meisterwurz volkstümlich bezeichnet wurde, wobei eine andere Pflanze, die Sterndolde, heute botanisch Astrantia major heißt. Diese ist auch ein Doldengewächs und wird volksmedizinisch genutzt, hat aber ganz andere Inhaltsstoffe in der Wurzel als die Meisterwurz.
Heute ist der botanische Name der Meisterwurz Peucedanum ostruthium (griech. peuke, Fichte, danos, trocken, niedrig), also kleine Fichte, obwohl sie einer solchen natürlich nicht ähnelt.

In den Alpen
Die Meisterwurz hat ihre Hauptverbreitung im Alpenraum in den Hochstaudenfluren. Daher war sie auch immer eine Pflanze der Volksmedizin im Alpenraum.

Bei Eiter und gegen Gift
Meisterwurzblätter legte man auf schwer heilende, eiternde Wunden. Die Wurzel dagegen verwendete man, vor allem in Wein gekocht, als Gegenmittel gegen Gift und ansteckende Krankheiten.

Star der Hildegard-Medizin
Den antiken Schriftstellern war die Meisterwurz nicht bekannt, wohl deshalb, weil sie in Griechenland nicht vorkommt.
Erstmals erwähnt wurde ihre Heilwirkung im 11. Jahrhundert in einem Kräuterbuch, dem "Macer floridus", geschrieben von dem Mönch Odo von Meung, der sie als Universalheilmittel gegen Lebererkrankungen, aber auch Husten und Atembeschwerden lobte.

Vier Elemente
Hildegard von Bingen war eine wahre Meisterin der galenischen Säftelehre. Diese bildet sozusagen das Grundgerüst der Abendländischen Medizin: Feuer, Wasser, Erde und Luft, diese Elementprinzipien und ihre Verteilung machen die Konstitution eines Menschen aus und auch die Heilmittel werden nach diesen Qualitätsprinzipien eingeteilt.

Bei Fieber und Lungenentzündung
"Die Meisterwurz ist warm und taugt gegen Fieber", schrieb Hildegard und beschrieb damit die Qualität der Meisterwurz, innerlich wärmend und damit auch immunanregend gegen Infektionskrankheiten zu sein. Anhänger der Hildegard-Medizin empfehlen daher Meisterwurzwein als Heilmittel bei Grippe und Lungenentzündung.

Meisterwurz regt Lebensgeister an
Im Mittelalter stand die Meisterwurz in höchstem Ansehen und wurde bei Mensch und Tier als das beste Mittel gegen Ansteckungen betrachtet. In der Volksmedizin wurde sie lange gegen die Maul- und Klauenseuche eingesetzt. Paracelsus kannte die Gebirgspflanze Meisterwurz sehr gut und schätzte sie besonders.

Wärme für die Leber
"Meisterwurz ist auch der fürnehmsten Kräuter eins so zu vielen Gebrechen dienlich", sagte Paracelsus. Er kannte auch die vor Ansteckungen schützende Wirkung und empfahl sie zum Schutz vor der Pest. Er sah in der Meisterwurz ein gutes Mittel für die Leber: "Es hilft bei allen Schäden der Leber, ...bei Gelbsucht soll es....verwendet werden."

Die innerlich anregende Wirkung einer Pflanze, deren "warme" Elementqualität sozusagen das "innere Feuer" anregen kann und dies in Kombination mit einer Leber anregenden, entgiftenden Wirkung brachte Paracelsus dazu, die Meisterwurz in Rezepturen einzusetzen, die dazu dienen sollten, "den inneren Alchemisten" anzuregen.

"Ginseng des Westens"
Doch nicht nur zur Stoffwechselanregung nutzte Paracelsus die Meisterwurz, er meinte, dass sie vor allem bei Männern die Lebensgeister stärken kann. Ein volkstümlicher Spruch drückt dies recht deutlich aus: "Die Meisterwurz hilft dem Meister auf die Meisterin" und im Alpenraum wird sie noch immer als "Ginseng des Westens" betrachtet.

Meisterwurz aus Sicht der TCM
Die Meisterwurz hat einen sehr scharfen Geschmack, wenn man in eine frische Wurzel beißt. Die Geschmacksrichtung "scharf" entspricht aus Sicht der TCM der Wandlungsphase Metall und regt daher den Lungen- und Dickdarmmeridian an.

Aber auch bitter schmeckt die Meisterwurz, dieser Geschmack gehört zur Wandlungsphase Feuer und regt somit Herz, Kreislauf und auch den Dünndarmmeridian an. Das bestätigt sozusagen die Erkenntnisse der Abendländischen Medizin.

Für Darm und Lunge
Meisterwurz hilft, den gesamten Darmtrakt zu reinigen und durch die Anregung aller Verdauungssäfte die Darmtätigkeit zu verbessern. Gleichzeitig ist auch die Lungenwirksamkeit nicht von der Hand zu weisen und dazu kommt noch eine kreislaufanregende Wirkung. Die Meisterwurz ist also tatsächlich eine "Meisterin", die den ganzen Menschen anregen kann.

Meisterwurz wissenschaftlich
Auch wenn die Meisterwurz kaum mehr verwendet wird, kennt man ihre Inhaltsstoffe. Sie ist ein Amarum aromaticum, also eine aromatische Bitterstoffdroge. Der scharfe Geschmack ist auf das ätherische Öl zurückzuführen, in dem sich 95 Prozent Terpene befinden. Diese sind stark antibakteriell, immunmodulierend und entzündungshemmend. Die Bitterstoffe dagegen wirken insgesamt tonisierend, appetitanregend und verdauungsfördernd.

Entgiftend
Untersuchungen am Institut für Pharmakognosie der Karl-Franzens-Universität in Graz zeigten, dass Extrakte aus der Meisterwurz sehr antioxidativ und als Radikalfänger wirken. Dies könnte die bewährte Verwendung als entgiftendes Heilmittel erklären. Somit kann die Wissenschaft alle berichteten Wirkungen und Anwendungen bestätigen und es wäre sehr zu empfehlen, die Meisterwurz wieder mehr zu verwenden. In der Apotheke kann man die Droge übrigens kaufen.

Anwendungsgebiete
Magenverstimmungen, Bronchialerkrankungen, Verschleimung der Atemwege, allgemeine Schwächezustände (vor allem bei alten Menschen), Steigerung der Abwehrkräfte, akute Vergiftungserscheinungen (durch verdorbene Nahrungsmittel) und zur Ausleitung bei chronischen Vergiftungszuständen (Umweltgifte, Schwermetallbelastungen), für Frühjahrskuren zum "Entschlacken", zur Umstimmung des Gesamtstoffwechsels.

Achtung: Meisterwurz nicht bei Magen – Darmschleimhautentzündungen sowie bei Gallensteinen.

 

 

Ingwer

 

Die Ingwertee Wirkung
Die Ingwerwurzel kann ohne falsche Bescheidenheit von sich behaupten eine kleine Pharmaziefabrik zu sein. Es enthält neben zahlreichen Vitaminen und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Eisen auch breites Spektrum an wirksamen Inhaltsstoffen wie z.B. die Scharfstoffe Gingerole und Shoagole, ätherisches Öl und Diarylheptanoide. Ingwertee ist bei Seefahrern traditionell hoch angesehen, da es bei Übelkeit und Erbrechen z.B. bei Seekrankheit, aber auch bei anderen Reisekrankheiten und nach Operationen. Auch die medizinische Forschung kann mittlerweile die positive Wirkung von Ingwertee auf den Magen- und Darmtrakt bestätigen.
Ingwer, als Tee eingesetzt, hat eine heilende, keimtötende Wirkung und enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.
Den Ingwer Tee können Sie auch gerne selbst zubereiten. Dazu schneiden Sie einfach ein paar Stückchen von der Wurzel ab und überbrühen mit heißem Wasser. Anschließend lassen Sie den Tee ca. 10min. ziehen, um eine bessere Wirkung zu erreichen. Je nach Geschmack kann der Tee auch etwas mit Honig gesüßt werden. Trinken Sie den Tee am besten morgens, da er den Stoffwechsel dann regelrecht ankurbelt und dadurch eine wärmende Wirkung erzielt wird. Sehr empfehlenswert ist es, regelmäßig Ingwer Tee zu trinken, da die Pflanze besonders in der Grippezeit vor einer Erkältung schützt.

 

Spagyrische Medizin

 

Die Spagyrik ist eine Behandlungsmethode der sog. ganzheitlichen Medizin. Diese beruht darauf, die Selbstheilungskräfte auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene zu stärken um so den Energiefluss des jeweiligen Patienten zu verbessern.
Das hat durch die Stärkung der positiven Energien eine -im Idealfall- Gesundung auf allen Ebenen zur Folge.
Das Prinzip der klassischen Schulmedizin ist es, im Gegensatz dazu, die schädlichen Substanzen (wie Entzündungsmediatoren, Bakterien, Viren, Pilze, usw.) und die Symptome zu bekämpfen (z. B. mit Antibiotika, Schmerzmitteln usw.). Leider bleibt dadurch die Ursache der Erkrankung vielfach weiter bestehen.
 

 http://www.diagnostisches-centrum.de/Publikationen/Fachartikel/Fachartikel_PDF/ART_Nervensystem.pdf